Alaa und Bertram

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Das zweite Duo – Alaa Zouiten, Oud, und Bertram Burkert, Gitarre – zeigte eine weitere Seelenregung des Jazz: die Folklore oder Weltmusik. Seit den Zeiten des Swing (Duke Ellington mit „Caravan“) und des Bebop (Dizzy Gillespie mit „A night in Tunisia“) hat die Weltmusik Einzug in den Jazz gehalten. Eigentlich ist der Jazz selbst eine Art Volksmusik, die nur dank der künstlerischen Größe von Louis Armstrong sich überraschend schnell über die ganze Erde verbreiten konnte.

Laute und Gitarre waren eine gute Wahl
Unter diesen Umständen war das Duo mit arabischer Laute und spanischer Gitarre eine gute Wahl. Die beiden jungen Musiker spielten erstaunlich virtuos und mit großer Spielfreude. Von zunächst eher arabisch-spanischen Elementen ausgehend, bewegten sie sich in die Richtung des Jazz – mit Klassikern von Chic Corea, Wayne Shorter und John Mc Laughlin. Das ebenso perfekte wie sympathische Zusammenspiel weckte beim allmählich zahlreicheren Publikum Begeisterung.
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Klaus Ehring / 03.05.13 / Thüringer Allgemeine

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