Hansmann und Klausing

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Man trifft sich. Ganz zufällig, im dunklen verrauchten Club, kein Gesicht, nur eine Stimme die empor steigt und kleben bleibt in der Luft. Komplimente nach einem ausgiebigen Tanz, dann ein kurzes Lächeln. Irgendwie begegnet man sich wieder und irgendwie fängt man an, Musik zu machen. Erst ist es nur ein Witz, eine Sonntagsbeschäftigung, ein graben nach musikalischen Sehnsüchten, die schon lange da sind. Dann drückt man diesen einen Knopf, bannt diesen Improvisationswahnsinn und plötzlich gibt es sie, die Idee von genau dieser Musik auf einer Bühne.

So oder so ähnlich, der Nebel liegt nicht nur im Raum sondern auch über der Erinnerung, trafen sich Hansmann & Klausing zum ersten Mal. Martin Hansmann, Sänger, Lyric-Schreiber, All-Round-Musiker, wilder Geist und stetig summender Mensch, war und ist Part verschiedener Bands und Kombos. Von je her ging es ohne Noten, ohne Lehrer, ohne Vorgaben. „Lilabungalow“ & „Klinke auf Cinch“, sind nur zwei der vielen Projekte, die er in der Vergangenheit mit Leben versorgte. Der Gegenpart ist Sebastian Klausing, Mitglied der Band „Northern Lite“, der die Regler kennt, die elektronische Musik seit Jahren auf Compilations packt und jeden Sound jeder Zeit aufsaugt und daraus seine eigenen Welten bastelt.

Und dann sitzt einer in seiner WG, beim Kaffee, er hört von dieser irren Idee und schliesslich verschluddert auch er einen seiner Sonntage im selbst gebastelten Studio. Robert Fränzel – Vollblutmusiker, Saxophonist, Jazzer und Quergeist stimmt mit ein, biegt die Töne, erschafft einen neuen Horizont. Und weil man sich jedes Wochenende irgendwo zwischen Kreativen bewegt, schnappen sich die drei schliesslich noch Alaa Zouiten, der die Oud beherrscht als sei sie sein einziger Sandkistenfreund gewesen. Und dann nähern sie sich ihren Sehnsüchten und spielen.

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Milkyway

Sanaou (short Ed.):